© andreas130 / www.fotolia.de
KULTURpur - Wissen, wo was läuft!

Museumsausstellungen

alle Museumsausstellungen

Albert Oehlen

Kunstmuseum St.Gallen
St. Gallen | 06.07.2019-10.11.2019
Das Trio Kippenberger, Büttner, Oehlen stand am Beginn einer Malerei, die sich als „bad painting“ genüsslich gegen modernistische Zwänge und eine neue Lust nach „wilden“ Bildern auflehnte. Die Ausstellung im Folkwang-Museum, 1984, Wahrheit ist Arbeit wurde zum Manifest, wobei Oehlen sich mehr für die Malerei interessierte, die ab da zum eigentlichen Thema seiner Arbeit wurde. Albert Oehlen (*1954 Krefeld) studierte in Hamburg bei Claus Böhmler und Sigmar Polke. Von 2000 bis 2009 hatte er eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf inne. Mit seiner Frau Esther Freund und seiner Tochter Maya lebt er seit 2002 in Gais. Er ist der Region dadurch eng verbunden – und dies ganz natürlich, parallel zu seiner globalen Ausstellungspraxis als einer der bedeutendsten Vertreter experimenteller Malerei....
weiter
weiter

Color Mania – Materialität Farbe in Fotografie und Film

Fotomuseum Winterthur
Winterthur | 07.09.2019-24.11.2019
Film ist seit Beginn der Kinematografie ein farbiges Medium und eine bunte Kunstform. Im Laufe der Filmgeschichte entstanden mehr als 230 Farbfilmverfahren, nicht wenige in enger Verflechtung mit der Fotografie. Beispielsweise wurde das Rasterverfahren Dufaycolor zunächst im Rahmen der still photography entwickelt, bevor es in den 1930er-Jahren auch im Film Anwendung fand. Die Ausstellung beleuchtet die historische Verbindung des Materials Farbe in Fotografie und Film und präsentiert zudem die Anwendung historischer Farbverfahren und Techniken im Schaffen zeitgenössischer Fotograf_innen und Künstler_innen. Gezeigt werden nebst kanonisierten Werken auch unbekannte Exponate, die im Rahmen von Forschungsprojekten zu diesem Thema entdeckt wurden, und Arbeiten von Künstler_innen, die teilweise speziell für die Ausstellung entstehen. Zu den zeitgenössischen Kunstschaffenden gehören Dunja Evers, Raphael Hefti, Barbara Kasten und Alexandra Navratil....
weiter
weiter

Wilhelm Leibl. Zeichnungen und Gemälde

Kunsthaus Zürich
Zürich | 25.10.2019-19.01.2020
Der Schwerpunkt dieser ersten Schweizer Museumsausstellung mit Zeichnungen und Gemälden von Wilhelm Leibl (1844 – 1900) liegt auf dem Bildnis und der Figurendarstellung. Gefördert von Courbet, beeinflusst von Manet und geschätzt von van Gogh, gehört Leibl zu den wichtigsten Vertretern des Realismus in Europa. Mit seinem Rückzug aufs Land begründete er eine eigenständige und moderne Figurenmalerei, in der die Naturwahrheit und das Studium der Alten Meister über der Anekdote der traditionellen Genremalerei stehen. Entscheidend für Leibl war nicht, dass ein Modell «schön», sondern dass es «gut gesehen» wurde. Die Ausstellung mit Leihgaben aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien und der Schweiz reist anschliessend an die Albertina in Wien....
weiter
weiter

Unterm Radar

Schweizerisches Architekturmuseum - S AM
Basel | 16.11.2019-15.03.2020
Architektur existiert nicht im luftleeren Raum, sondern ist eingebettet in einem grösseren Territorium, das wesentlich von politischen und wirtschaftlichen Agenden bestimmt wird. Die «Architektur» dieses Territoriums wird weitgehend ohne Architekten entworfen. Trotzdem, oder gerade deswegen, erforschen Architekten heute zunehmend die Prozesse, durch die diese territorialen Räume gestaltet werden. Mit der Ausstellung «Unterm Radar» stellt das S AM wichtige Ansätze dieser internationalen Forschungsarbeiten vor. Die Beiträge demonstrieren alle auf ihre Weise, dass Architektur sich nicht auf das Häuser bauen beschränkt, sondern auch die räumliche Analyse des Territoriums mit einschliesst, in dem Architektur entsteht....
weiter
weiter

Yves Netzhammer - Nistplätze für Berührungen

Kunstmuseum Winterthur
Winterthur | 25.10.2019-05.01.2020
Nistplätze für Berührungen: Der poetische Titel bezeichnet den Ort familiären Aufwachsens und Zusammenseins in der Tierwelt und verbindet ihn mit der intimen Geste des Berührens. In dieser Kombination von Vertrautem klingen surreale Welten an, wie sie für das Schaffen des Zürcher Medienkünstlers Yves Netzhammer charakteristischer nicht sein könnten. Nistplätze für Berührungen, eine bedeutende frühe Installation des Künstlers, wurde 2006 im Museum Rietberg erstmals präsentiert und kürzlich als Schenkung dem Kunst Museum Winterthur übergeben. Sie wird nun im Kontext der Winterthurer Sammlung zu sehen sein und mit den ebenso verrätselten Interieurs von Édouard Vuillard und Pierre Bonnard in einen Dialog treten. 150 digitale Zeichnungen, auf drei stoffbezogene Körper projiziert, verwandeln den Ausstellungsraum in einen magischen Ort. Raumskulptur und Zeichnungskabinett in einem, entwickelt sich in der Überblendung der einzelnen Zeichnungen eine filmartige Sequenz. In diesem frühen Werk manifestieren sich wesentliche Gestaltungselemente von Netzhammers Schaffen. Ausgehend von einem im Grunde zeichnerischen Ansatz entwickelt der Künstler komplexe raumgreifende Installationen mit verräumlichten Bildfolgen, in denen sich der Betrachter zu verlieren droht. Seit seiner Teilnahme an der Biennale von Venedig 2007 wird das multimediale Werk des 1970 in Affoltern am Albis geborenen Künstlers weltweit wahrgenommen, wie Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im Kunstmuseum Wolfsburg, an der Kiew Biennale und der Biennale von Shenzhen belegen. Nistplätze für Berührungen markiert den Beginn seiner internationalen Laufbahn und verbindet in der Winterthurer Sammlung die reiche Tradition der Zeichnung mit den digitalen Bildwelten von heute....
weiter
weiter

Die neue Fotografie. Umbruch und Aufbruch 1970-1990

Kunsthaus Zürich
Zürich | 15.11.2019-09.02.2020
Die Sammlungsausstellung thematisiert die neuen künstlerischen Wege der Fotografie der 1970er- und 1980er-Jahre in der Schweiz und international. Die Fotografieszene wurde stark vom allgemeinen Aufbruch in der zeitgenössischen Kunst beeinflusst, in der man aufgrund der zeitlichen Begrenztheit von Performance- und Konzeptkunst die Fotografie als reines Dokumentationsmedium nutzte. Fotografinnen und Fotografen mit praktisch-kommerzieller Ausbildung standen Künstler-Amateuren gegenüber. Anhand von rund 30 Einzelwerken und Editionen werden diese gegensätzlichen Haltungen in einem spannungsreichen Diskurs dargestellt. Am Ende steht die Innovation – die Fotografie erobert neue Räume und prägt die Ästhetik neuer Medien....
weiter
weiter

Manor Kunstpreis St.Gallen 2019: Sebastian Stadler

Kunstmuseum St.Gallen
St. Gallen | 16.11.2019-16.02.2020
Sebastian Stadler (*1988 St.Gallen) erhält den Manor Kunstpreis St.Gallen 2019. In seinem die Medien der Fotografie und des Videos umfassenden Schaffen thematisiert der Künstler die Besonderheiten seiner Umgebung: Unauffälliges gerät in den Fokus der Kamera und wird zum Bildmotiv. Scheinbar Unbedeutendes oder Nebensächliches erhält in der fotografischen Umsetzung eine konzise Wirkung....
weiter
weiter

Souvenir Suisse - Meisterblätter aus der Stiftung Familie Fehlmann

Reinhart am Stadtgarten
Winterthur | 21.09.2019-02.02.2020
Erinnerungen sind das Bleibende im Gedankengut von Reisenden, heute wie damals. Seien es Fotos, Postkarten oder Ansichten der besuchten Gegenden oder das gute alte Skizzenbuch. Sie alle sind hilfreiche Gedankenstützen. Als die Schweiz im 18. Jahrhundert zum Reiseziel und als «Tempel der Natur» beschrieben wurde, in dem man «bey jedem Schritte die wunderbarsten Abwechslungen der herrlichsten Aussichten erwarten» durfte, war der Boden für einen blühenden Tourismus geschaffen. Damit einher ging eine neue Art der Bildproduktion, die eben dieser Erinnerung diente: In den 1760er Jahren erfand der Winterthurer Landschaftsmaler, Zeichner und Radierer Johann Ludwig Aberli die handkolorierte Umrissradierung, eine klug gewählte Mischung zwischen Druckgraphik und Aquarell. Als «Aberlische Manier» bekannt, wurde sie in der Folge von Künstlern wie Heinrich Rieter und Gabriel Lory aufgenommen und weiterentwickelt. Ihre bezaubernden Blätter waren hochbezahlte Souvenirs, die als Abbild des «Arkadien Europas» weite Verbreitung fanden. Die Stiftung Familie Fehlmann in Winterthur, die 2016 auf Initiative des Winterthurers Heinz Fehlmann-Sommer (1919–2015) gegründet worden ist, besitzt eine faszinierende Sammlung dieser Druckgraphik in «Aberlis Manier». Von seinem Vater Heinrich Fehlmann-Richard (1880–1952) in jahrelanger Beschäftigung und mit viel Liebe und Kennerschaft zusammengetragen, werden die Blätter nun zum hundertsten Geburtstag des Stiftungsgründers erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zusammen mit den reichen Beständen an Gemälden und Zeichnungen im Kunst Museum Winterthur zeigt die Ausstellung ein facettenreiches Bild der Schweiz, das ihre Wahrnehmung im Ausland nachhaltig prägte und wesentlich zur Identitätsbildung der Schweiz, wie wir sie heute sehen und verstehen, beitrug....
weiter
weiter
Neon Wrapping Lightbulbs, 1967 (Detail) Ehemalige Sammlung Rolf Ricke im Kunstmuseum St.Gallen, Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, erworben 2006 Installationsansicht, Kunstmuseum St.Gallen Foto: Sebastian Stadler © 2019 Keith Sonnier Artist Rights Society (ARS), New York / ProLitteris, Zürich
Neon Wrapping Lightbulbs, 1967 (Detail) Ehemalige Sammlung Rolf Ricke im Kunstmuseum St.Gallen, Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, erworben 2006 Installationsansicht, Kunstmuseum St.Gallen Foto: Sebastian Stadler © 2019 Keith Sonnier Artist Rights Society (ARS), New York / ProLitteris, Zürich

Keith Sonnier: Catching the Light: Sending and Receiving – Early Sculptures and Videos

Kunstmuseum St.Gallen
St. Gallen | 06.04.2019-20.10.2019
Keith Sonniers Schaffen hat die Vorstellung, was Skulptur ist oder sein könnte, radikal verändert. 1941 in Mamou, Louisiana, geboren, ging er nach dem Abschluss an der Rutgers University 1966 nach New York. Zusammen mit Eva Hesse, Mary Heilmann, Barry Le Va, Bruce Nauman, Richard Serra, Joel Shapiro, Richard Tuttle und Jackie Winsor gehörte er zu den Wegbereitern der sogenannten «New Sculpture», die eine prozessuale Kunst mit industriellen und ephemeren Materialien begründete....
weiter
weiter

Thea Djordjadze

Kunstmuseum Winterthur
Winterthur | 07.09.2019-17.11.2019
Thea Djordjadzes skulpturale Werke sind nicht immer auf den ersten Blick als solche zu erkennen; oft schafft die Künstlerin raumgreifende Installationen, die sie erst in situ als Reaktion auf den konkreten Raum oder den Kontext einer Institution entwickelt. Für ihre Einzelausstellung 2017 in der Pinakothek der Moderne, realisierte sie überdimensionierte, den Raum strukturierende Vitrinen, in denen sie eine Auswahl von Papierarbeiten der Graphischen Sammlung München präsentierte. Zugleich gestaltete sie für die Betrachter bequeme Sitzinseln. Ihre künstlerische Praxis greift zuweilen tief in die institutionellen Strukturen ein; dadurch könnte sie als Prozess des fortdauernden Kontextualisierens, Rekonfigurierens und Neuordnens von vorhandenen und neuen Objekten verstanden werden, als Zustand des Provisoriums, welches das Potential des Wandels in sich trägt. Diese Vorläufigkeit ist auch ihren Skulpturen aus «armen», kunstfremden Materialien eigen. Oft scheinen ihre Arbeiten zerbrechlicher, ergänglicher Natur zu sein, für den Moment geschaffen, mit einer gewissen Offenheit, der die Künstlerin erst im Moment der Ausstellung eine gültige Form verleiht – zumindest auf Zeit. 1971 in der georgischen Hauptstadt Tiflis geboren, studierte Djordjadze an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam und der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 2009 lebt und arbeitet sie in Berlin. Ihr Schaffen war in den vergangenen Jahren in internationalen Gruppenausstellung, unter anderem an der Art Berlin Contemporary (2008), an der Documenta 13 in Kassel (2012) und an der Biennale von Venedig (2015) sowie in Einzelausstellungen in der Malmö Konsthall (2012), im MoMA PS1, New York (2016), in der Wiener Secession (2016) und im Portikus, Frankfurt (2018) zu sehen. Eigens für das Kunst Museum Winterthur wird die Künstlerin neue raumgreifende Installationen entwickeln....
weiter
weiter

KULTURpur empfehlen