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KULTURpur - Wissen, wo was läuft!

Ausstellungen

Museumsausstellungen

Marie-Denise Villers-Lemoine1774–1821Kind mit Blumenstrauss(Charles Albéric Clement Descantons de Monblanc), um 1790Kunst Museum WinterthurSammlung Emil S. Kern
Marie-Denise Villers-Lemoine1774–1821Kind mit Blumenstrauss(Charles Albéric Clement Descantons de Monblanc), um 1790Kunst Museum WinterthurSammlung Emil S. Kern

Rich Kids - Kinderportätminiaturen der Schenkung Briner und Kern

Reinhart am Stadtgarten
Winterthur | 02.03.2019-05.01.2020
«Rich Kids» würde man sie heute wohl nennen, die Kinder, die Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Porträtminiaturen festgehalten wurden. Statt teurer Autos und vergoldeter Uhren beeindruckten sie elegant gekleidet, mit kirschroten Mündchen, geröteten Wangen und goldblond gelocktem Haar. Die Miniaturbildnisse waren wertvolle Erinnerungsstücke und Präsentationsobjekte von stolzen Müttern und Vätern; oder aber Statussymbole, durch die der soziale Rang kommuniziert wurde, vergleichbar den heutigen «Rich Kids» auf Instagram. Eine Auswahl an Miniaturen aus dem reichen Fundus der Schenkungen Briner und Kern stellt diese Kinderporträts nun vor. Es ist spannend zu sehen, wie sich diese Porträts über die Zeit veränderten: So wurden vor 1900 – und entgegen aller aufklärerischen Tendenzen – Kinder nicht in ihrer individuellen Eigenständigkeit gesehen, sondern als ungeformte Wesen, die nach den Vorstellungen der Erwachsenen gestaltet werden mussten. Die Kindheit in adligen und bürgerlichen Kreisen verlief häufig ohne emotionale, elterliche Zuwendung. Erzieher und Bedienstete wurden zu Bezugspersonen der Kinder. Standesgemässe Etikette galt als Erziehungsgrundsatz. Die Emanzipation des Bürgertums und die Industrialisierung bewirkten zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine tiefgreifende Veränderung der sozialen und emotionalen Beziehung in der Familie. Die Hausfamilie, zu der neben den Eltern und mehreren Kindern auch die Grosseltern und die Bediensteten gehörten, wurde von der Eltern-Kind-Familie abgelöst. Auch die Bildung der Kinder wurde neu ausgelegt. Im Vordergrund stand nun die Sozialisation des Kindes, die Integration in die Gesellschaft. In der Ausstellung Rich Kids lässt sich der gesellschaftliche Wandel im Verhältnis Eltern-Kind anhand von erlesenen Miniaturen bildhaft nachvollziehen....
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Max Bill 1908–1994magische chromographie, 1944/1946Öl auf Leinwand, 72×108cmKunst Museum WinterthurPhoto: SIK-ISEA,Lutz Hartmann,Zürich© 2019, ProLitteris, Zurich
Max Bill 1908–1994magische chromographie, 1944/1946Öl auf Leinwand, 72×108cmKunst Museum WinterthurPhoto: SIK-ISEA,Lutz Hartmann,Zürich© 2019, ProLitteris, Zurich

Konstruktive Kunst - Max Bill und die Zürcher Konkreten

Kunstmuseum Winterthur
Winterthur | 13.04.2019-02.02.2020
«konkrete kunst ist in ihrer letzten konsequenz der reine ausdruck von harmonischem maß und gesetz. sie ordnet systeme und gibt mit künstlerischen mitteln diesen ordnungen das leben.» Der Anspruch, den Max Bill (1908 – 1994) in seinem Manifest für die Konkrete Kunst 1949 formulierte, ist absolut: Harmonie und Ordnung werden Leitlinien einer künstlerischen Haltung, wie sie Jahrzehnte zuvor Pioniere wie Theo van Doesberg und Piet Mondrian vorweggenommen hatten. Von Max Bill wurden sie zum Programm erhoben. Die Malerei – wie auch die Plastik – sollte dabei nicht um ihrer selbst willen entstehen, sondern stand im Dienste einer modernen Utopie, wobei sich die Künste in der Tradition des Bauhauses mit der Architektur und dem Kunsthandwerk zu einem modernen Gesamtkunstwerk verbinden. Entsprechend diesem Ideal trat Max Bill denn nicht nur als bildender Künstler hervor, sondern auch als Architekt, Designer und Professor. Geboren 1908 in Winterthur, studierte Bill nach einer Lehre als Silberschmied 1927/1928 am Bauhaus und arbeitete nach seiner Rückkehr in die Schweiz 1929 zuerst als Architekt, später auch als Bildhauer, Grafiker und Maler. Seit den 1930er Jahren wurde der Winterthurer zu einem der wichtigsten Vertreter und Wortführer der Zürcher Konkreten. Als Gründungsrektor der Ulmer Hochschule sollte er im Nachkriegsdeutschland die Idee des Bauhauses erfolgreich wieder aufleben lassen. Max Bill ist im Kunst Museum Winterthur mit einer bedeutenden Werkgruppe vertreten, die durch Gemälde und Zeichnungen seiner Zeitgenossen Camille Graeser, Verena Loewensberg und Richard Paul Lohse ideal ergänzt werden. Sie zeigen, dass konkrete Kunst weit mehr ist als Regelwerk und Ordnung, sondern durch überraschende Bildfindungen und sinnliche Farbigkeit die eigenen Dogmen immer wieder aufbricht. Ergänzt wird die Ausstellung mit Werken von Kunstschaffenden, die die Traditionen konstruktiver Kunst in den folgenden Generationen aufgreifen und reflektieren....
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Matisse - Metamorphosen

Kunsthaus Zürich
Zürich | 30.08.2019-08.12.2019
Henri Matisse (1869 – 1954) war bereits zu Lebzeiten als revolutionärer Maler und Erfinder der «Papiers découpés» berühmt. Dass er aber auch in Ton und Gips modellierte und Wert darauf legte, als Bildhauer öffentlich wahrgenommen zu werden, ist weit weniger bekannt. Dabei stellen die vier Bronzereliefs «Rückenakt (I-IV)» nicht nur sein plastisches Hauptwerk, sondern auch einen Meilenstein in der Skulptur der Moderne dar. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Matisse’ künstlerische Methode, die er bei fast allen seiner wichtigsten Plastiken anwendete: Ausgehend von einer naturalistisch anmutenden Gestaltung, abstrahierte er seine Figuren immer stärker bis hin zu einer radikalen Stilisierung. Dabei hielt er die entscheidenden «Zustände» als eigenständige Plastiken fest und führt uns so seinen Schaffensprozess vor Augen. Gleichsam einer Metamorphose wandeln sich seine Bronzen von einer Naturform zu einer Kunstform. Dieser Prozess der Verwandlung findet Parallelen in seinem malerischen und zeichnerischen Werk. Diese werden in der Ausstellung erstmals zueinander in Beziehung gesetzt. Matisse’ unterschiedliche Inspirationsquellen – Aktfotografien, afrikanische und antike Vorbilder – sowie Fotografien, die den Künstler als Bildhauer zeigen, runden diese fokussierte Schau ab und präsentieren den französischen Meister von einer etwas unbekannteren Seite....
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Color Mania – Materialität Farbe in Fotografie und Film

Fotomuseum Winterthur
Winterthur | 07.09.2019-24.11.2019
Film ist seit Beginn der Kinematografie ein farbiges Medium und eine bunte Kunstform. Im Laufe der Filmgeschichte entstanden mehr als 230 Farbfilmverfahren, nicht wenige in enger Verflechtung mit der Fotografie. Beispielsweise wurde das Rasterverfahren Dufaycolor zunächst im Rahmen der still photography entwickelt, bevor es in den 1930er-Jahren auch im Film Anwendung fand. Die Ausstellung beleuchtet die historische Verbindung des Materials Farbe in Fotografie und Film und präsentiert zudem die Anwendung historischer Farbverfahren und Techniken im Schaffen zeitgenössischer Fotograf_innen und Künstler_innen. Gezeigt werden nebst kanonisierten Werken auch unbekannte Exponate, die im Rahmen von Forschungsprojekten zu diesem Thema entdeckt wurden, und Arbeiten von Künstler_innen, die teilweise speziell für die Ausstellung entstehen. Zu den zeitgenössischen Kunstschaffenden gehören Dunja Evers, Raphael Hefti, Barbara Kasten und Alexandra Navratil....
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Picasso - Gorky - Warhol. Skulpturen und Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Hubert Looser

Kunsthaus Zürich
Zürich | 20.09.2019-05.01.2020
Nach der Ausstellung zur Sammlung Looser von 2013, im Rahmen derer die grossformatigen Gemälde und Skulpturen im Mittelpunkt standen, widmet sich nun eine zweite Präsentation dem Dialog zwischen dem reichen Bestand an Arbeiten auf Papier und den dazu passenden skulpturalen Werken. Wir entdecken das Spiel von Linien und Texturen, die sich auf dem leeren Weiss der Zeichnungsblätter ergeben, und kommen so auch der Präsenz der Skulpturen im Raum näher. Die Ausstellung präsentiert mehr als 80 Spitzenwerke u. a. aus dem Surrealismus, dem Abstrakten Expressionismus, dem Nouveau Réalisme, der Pop und der Minimal Art sowie der Arte Povera; unter den Künstlern finden sich David Smith, Serge Brignoni, Pablo Picasso, Yves Klein, Willem de Kooning, Anthony Caro, Richard Serra, Brice Marden, Sean Scully und Giuseppe Penone....
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Souvenir Suisse - Meisterblätter aus der Stiftung Familie Fehlmann

Reinhart am Stadtgarten
Winterthur | 21.09.2019-02.02.2020
Erinnerungen sind das Bleibende im Gedankengut von Reisenden, heute wie damals. Seien es Fotos, Postkarten oder Ansichten der besuchten Gegenden oder das gute alte Skizzenbuch. Sie alle sind hilfreiche Gedankenstützen. Als die Schweiz im 18. Jahrhundert zum Reiseziel und als «Tempel der Natur» beschrieben wurde, in dem man «bey jedem Schritte die wunderbarsten Abwechslungen der herrlichsten Aussichten erwarten» durfte, war der Boden für einen blühenden Tourismus geschaffen. Damit einher ging eine neue Art der Bildproduktion, die eben dieser Erinnerung diente: In den 1760er Jahren erfand der Winterthurer Landschaftsmaler, Zeichner und Radierer Johann Ludwig Aberli die handkolorierte Umrissradierung, eine klug gewählte Mischung zwischen Druckgraphik und Aquarell. Als «Aberlische Manier» bekannt, wurde sie in der Folge von Künstlern wie Heinrich Rieter und Gabriel Lory aufgenommen und weiterentwickelt. Ihre bezaubernden Blätter waren hochbezahlte Souvenirs, die als Abbild des «Arkadien Europas» weite Verbreitung fanden. Die Stiftung Familie Fehlmann in Winterthur, die 2016 auf Initiative des Winterthurers Heinz Fehlmann-Sommer (1919–2015) gegründet worden ist, besitzt eine faszinierende Sammlung dieser Druckgraphik in «Aberlis Manier». Von seinem Vater Heinrich Fehlmann-Richard (1880–1952) in jahrelanger Beschäftigung und mit viel Liebe und Kennerschaft zusammengetragen, werden die Blätter nun zum hundertsten Geburtstag des Stiftungsgründers erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zusammen mit den reichen Beständen an Gemälden und Zeichnungen im Kunst Museum Winterthur zeigt die Ausstellung ein facettenreiches Bild der Schweiz, das ihre Wahrnehmung im Ausland nachhaltig prägte und wesentlich zur Identitätsbildung der Schweiz, wie wir sie heute sehen und verstehen, beitrug....
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La luce alpina

Kunstmuseum St.Gallen
St. Gallen | 28.09.2019-01.12.2019
Giovanni Segantini (1858–1899) gehört zu den bedeutendsten Malern des späten 19. Jahrhunderts. In seinen Gemälden entwarf er das Bild eines Daseins in harmonischem Einklang mit der Natur. Die einfachen ländlichen Figuren sind eingebettet in den ewigen Zyklus der Jahreszeiten, von Geburt, Sein und Tod. Seit 1887, in den Bündner Alpenlandschaften, gelingt es dem Künstler, die minuziös erfasste Bergwelt in allegorische Bildvisionen von strahlender Leuchtkraft zu bannen, gleichsam als malerischen Gegenentwurf zur Realität grossstädtischer Existenz. Gilt Giovanni Segantini mit seinen idealistischen Visionen als einer der Hauptvertreter des europäischen Symbolismus im Fin de Siècle, so weist ihn der von ihm entscheidend geprägte italienische Divisionismus als Erneuerer der Malerei aus....
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The 500 Million Year Collaboration

Kunsthalle Bern
Bern | 19.10.2019-08.12.2019
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Templada I, 2018 © Guido Baselgia
Templada I, 2018 © Guido Baselgia

Guido Baselgia: Als ob die Welt zu vermessen wäre

Fotostiftung Schweiz
Winterthur | 19.10.2019-16.02.2020
Der Fotograf als Forschungsreisender: In den vergangenen zwanzig Jahren bewegte sich Guido Baselgia mit seiner Kamera in geologischen Randzonen, tastete die karge Erdoberfläche ab und beobachtete Lichtphänomene in den Alpen, den Anden und im Norden Norwegens. Seine Studien übersetzte er in die Bildsprache einer langsamen, analogen Fotografie. So entstanden schwarzweisse Tableaus an der Grenze zur Abstraktion, ausgeführt als grossformatige Silbergelatineabzüge oder Heliogravüren, die sich durch ihre Detailliertheit und materielle Beschaffenheit auszeichnen. Die Ausstellung knüpft an die bekannten Werkzyklen – «Hochland», «Weltraum», «Silberschicht« und «Light Fall» – an und stellt erstmals Baselgias neuestes Projekt vor. Dieses führt ihn nach Ecuador und Peru, ins Amazonasbecken. Auf seinen Expeditionen setzt sich der Fotograf mit der Darstellbarkeit des tropischen Regenwaldes auseinander. Die flirrende Dichte und Vielfalt der Vegetation verwandelt er in Kompositionen grösster Ruhe und Konzentration. Porträts der indigenen Bewohner und Stillleben aus dem Umfeld der Siedlungen werden zu Reflexionen über die fotografische Repräsentation dieser bedrohten Lebenswelt. Wie ein Memento Mori würdigt Baselgias Arbeit diesen Landschaftsraum, dessen wirtschaftliche Ausbeutung sich längst auf das globale Klima auswirkt....
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Yves Netzhammer - Nistplätze für Berührungen

Kunstmuseum Winterthur
Winterthur | 25.10.2019-05.01.2020
Nistplätze für Berührungen: Der poetische Titel bezeichnet den Ort familiären Aufwachsens und Zusammenseins in der Tierwelt und verbindet ihn mit der intimen Geste des Berührens. In dieser Kombination von Vertrautem klingen surreale Welten an, wie sie für das Schaffen des Zürcher Medienkünstlers Yves Netzhammer charakteristischer nicht sein könnten. Nistplätze für Berührungen, eine bedeutende frühe Installation des Künstlers, wurde 2006 im Museum Rietberg erstmals präsentiert und kürzlich als Schenkung dem Kunst Museum Winterthur übergeben. Sie wird nun im Kontext der Winterthurer Sammlung zu sehen sein und mit den ebenso verrätselten Interieurs von Édouard Vuillard und Pierre Bonnard in einen Dialog treten. 150 digitale Zeichnungen, auf drei stoffbezogene Körper projiziert, verwandeln den Ausstellungsraum in einen magischen Ort. Raumskulptur und Zeichnungskabinett in einem, entwickelt sich in der Überblendung der einzelnen Zeichnungen eine filmartige Sequenz. In diesem frühen Werk manifestieren sich wesentliche Gestaltungselemente von Netzhammers Schaffen. Ausgehend von einem im Grunde zeichnerischen Ansatz entwickelt der Künstler komplexe raumgreifende Installationen mit verräumlichten Bildfolgen, in denen sich der Betrachter zu verlieren droht. Seit seiner Teilnahme an der Biennale von Venedig 2007 wird das multimediale Werk des 1970 in Affoltern am Albis geborenen Künstlers weltweit wahrgenommen, wie Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im Kunstmuseum Wolfsburg, an der Kiew Biennale und der Biennale von Shenzhen belegen. Nistplätze für Berührungen markiert den Beginn seiner internationalen Laufbahn und verbindet in der Winterthurer Sammlung die reiche Tradition der Zeichnung mit den digitalen Bildwelten von heute....
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Brigham Baker (11. Manor Kunstpreis Kanton Zürich 2019)

Kunstmuseum Winterthur
Winterthur | 25.10.2019-05.01.2020
Was sich auf den ersten Blick als monochrome Malerei mit feinen Farbverläufen und vereinzelt zarten Gesten präsentiert und sich in eine lange Malereigeschichte einzuschreiben scheint, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als vorgefundenes Objekt, beinahe als «objet trouvé». Es handelt sich nämlich um die Stoffe von Sonnenstoren, über Jahrzehnte vor Wohnzimmerbalkonen ausgebleicht, vom Künstler zum Tondoformat aufgespannt. Brigham Bakers künstlerische Herangehensweise ist bestimmt durch einen überlegt-spielerischen Umgang mit Naturprozessen und Alltagsmaterialien, die er wie bei den Shades in malerische Traditionen einschreibt bzw. in installative Anordnungen übersetzt. Mit radikaler Neugier untersucht der 1989 in Nipomo (Kalifornien) geborene und heute in Zürich lebende Künstler seine Umwelt und lässt die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher an seinen unkonventionellen pseudowissenschaftlichen Recherchen teilhaben, welche die Kategorien des klassischen Kunstmuseums ausloten und die Kunst mit Naturprozessen und -phänomenen verbinden. Die Jury, bestehend aus Ines Goldbach (Kunsthaus Baselland), Bob Gramsma (Künstler), Pierre-André Maus (Manor AG), Chantal Prod’Hom (mudac Lausanne) und Nadine Wietlisbach (Fotomuseum Winterthur) hat Brigham Baker den 11. Manor Kunstpreis des Kantons Zürich zuerkannt. Der Manor Kunstpreis bildet die umfassendste private Förderung junger Kunst in der Schweiz. Er ist mit einer Ausstellung und einer Begleitpublikation an den Austragungsorten verbunden. Bisherige Preisträger des Kantons Zürich im Kunst Museum Winterthur waren: Britta Huttenlocher, Mario Sala, Nic Hess, Karim Noureldin, Andro Wekua, David Chieppo, Fabian Marti, Alexandra Navratil, El Frauenfelder und Christoph Eisenring. Brigham Bakers Schaffen war bisher in verschiedenen Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Das Kunst Museum Winterthur widmet ihm mit dem Manor Kunstpreis die erste Einzelausstellung im institutionellen Rahmen....
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Wilhelm Leibl. Zeichnungen und Gemälde

Kunsthaus Zürich
Zürich | 25.10.2019-19.01.2020
Der Schwerpunkt dieser ersten Schweizer Museumsausstellung mit Zeichnungen und Gemälden von Wilhelm Leibl (1844 – 1900) liegt auf dem Bildnis und der Figurendarstellung. Gefördert von Courbet, beeinflusst von Manet und geschätzt von van Gogh, gehört Leibl zu den wichtigsten Vertretern des Realismus in Europa. Mit seinem Rückzug aufs Land begründete er eine eigenständige und moderne Figurenmalerei, in der die Naturwahrheit und das Studium der Alten Meister über der Anekdote der traditionellen Genremalerei stehen. Entscheidend für Leibl war nicht, dass ein Modell «schön», sondern dass es «gut gesehen» wurde. Die Ausstellung mit Leihgaben aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien und der Schweiz reist anschliessend an die Albertina in Wien....
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Die neue Fotografie. Umbruch und Aufbruch 1970-1990

Kunsthaus Zürich
Zürich | 15.11.2019-09.02.2020
Die Sammlungsausstellung thematisiert die neuen künstlerischen Wege der Fotografie der 1970er- und 1980er-Jahre in der Schweiz und international. Die Fotografieszene wurde stark vom allgemeinen Aufbruch in der zeitgenössischen Kunst beeinflusst, in der man aufgrund der zeitlichen Begrenztheit von Performance- und Konzeptkunst die Fotografie als reines Dokumentationsmedium nutzte. Fotografinnen und Fotografen mit praktisch-kommerzieller Ausbildung standen Künstler-Amateuren gegenüber. Anhand von rund 30 Einzelwerken und Editionen werden diese gegensätzlichen Haltungen in einem spannungsreichen Diskurs dargestellt. Am Ende steht die Innovation – die Fotografie erobert neue Räume und prägt die Ästhetik neuer Medien....
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Manor Kunstpreis St.Gallen 2019: Sebastian Stadler

Kunstmuseum St.Gallen
St. Gallen | 16.11.2019-16.02.2020
Sebastian Stadler (*1988 St.Gallen) erhält den Manor Kunstpreis St.Gallen 2019. In seinem die Medien der Fotografie und des Videos umfassenden Schaffen thematisiert der Künstler die Besonderheiten seiner Umgebung: Unauffälliges gerät in den Fokus der Kamera und wird zum Bildmotiv. Scheinbar Unbedeutendes oder Nebensächliches erhält in der fotografischen Umsetzung eine konzise Wirkung....
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Unterm Radar

Schweizerisches Architekturmuseum - S AM
Basel | 16.11.2019-15.03.2020
Architektur existiert nicht im luftleeren Raum, sondern ist eingebettet in einem grösseren Territorium, das wesentlich von politischen und wirtschaftlichen Agenden bestimmt wird. Die «Architektur» dieses Territoriums wird weitgehend ohne Architekten entworfen. Trotzdem, oder gerade deswegen, erforschen Architekten heute zunehmend die Prozesse, durch die diese territorialen Räume gestaltet werden. Mit der Ausstellung «Unterm Radar» stellt das S AM wichtige Ansätze dieser internationalen Forschungsarbeiten vor. Die Beiträge demonstrieren alle auf ihre Weise, dass Architektur sich nicht auf das Häuser bauen beschränkt, sondern auch die räumliche Analyse des Territoriums mit einschliesst, in dem Architektur entsteht....
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Because the Night

Fotomuseum Winterthur
Winterthur | 07.12.2019-16.02.2020
Ausgehen, sich in die tanzende Menge stürzen, einige Stunden dem Alltag entfliehen und sich seinen Sehnsüchten hingeben: Clubs sind Orte, an denen sich Subkulturen bilden, Randfiguren ein Zuhause finden und geheime Identitäten ausgelebt werden können. Verschiedene (Musik-)Szenen vereinen die sozialen und politischen Haltungen ihrer Schöpfer_innen und derer, die an den Anlässen mitfeiern. Die thematische Ausstellung und das dazu erscheinende Magazin sind diesen besonderen Stunden der Nacht gewidmet. Anhand der fotografischen Produktion von Bieke Depoorter, Georg Gatsas, Bárbara Wagner, Tobias Zielony u.a. werden das facettenreiche Clubgeschehen verschiedener Länder gezeigt und die unterschiedlichen kulturellen Praktiken sowie aktuellen Club-Ästhetiken reflektiert....
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Iman Issa

Kunstmuseum St.Gallen
St. Gallen | 21.12.2019-26.04.2020
Die skulpturalen und installativen Arbeiten der ägyptischen Künstlerin Iman Issa (*1979 Kairo) verweisen auf historisches sowie aktuelles Kulturerbe, beispielsweise auf Monumente und Denkmäler und deren gesellschaftliche wie politische Prägung. Ausgehend von existierenden Memorialen, Artefakten oder Instrumenten, erarbeitet die Künstlerin formal abstrahierte Plastiken, die, teils mit Textverweisen versehen, bewusst eine Verbindung zu historischen Kunstwerken, Kulturgütern und Ereignissen herstellen. Dies tun sie, ohne deren soziale und geografische Herkunft oder kulturellen Kontext preiszugeben – ohne Zitate und Quellen offenzulegen. Durch formale Reduktion und Abstraktion fokussiert die Künstlerin in ihren nahezu enzyklopädisch durchdachten räumlichen Inszenierungen den kollektiven Umgang mit Kunst-, Kultur- und Zeitgeschichte sowie die Macht der Darstellung. Iman Issa übersetzt historische wie zeitgenössische Aspekte in eine neue visuelle Sprache mit vielfältigen Bedeutungsebenen....
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