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Siebold-Museum


Frankfurter Str. 87
97082 Würzburg
Tel.: 0931 41 35 41
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Öffnungszeiten:

Di-Fr 15.00-17.00 Uhr
Sa, So 10.00-12.00 u.
15.00-17.00 Uhr

manga-do der Weg des manga - Vom japanischen Holzschnitt zu manga und anime

09.07.2011 - 18.09.2011
Die Ausstellung versucht, Verbindungen der ukiyo-e (Farbholzschnitte) hin zum modernen manga und anime aufzuzeigen. Dramatische Geschehen, übernatürliche Kräfte, Komik, Erotik kennzeichnen sowohl traditionelle Themen wie viele der heutigen mangas und animes. Als die ukiyo-e-Drucke im 19. Jahrhundert nach Europa gelangten, begeisterte man sich für die klare Linienführung, das Kolorit, die oft kühnen Perspektiven, die fremdartige Welt des japanischen Theaters und der Schönheiten in den Vergnügungsvierteln, oder auch für die stimmungsvollen Landschaften. Ab den 1950er Jahren entstanden in Japan, auch unter dem Einfluss amerikanischer und europäischer Comics, Bildgeschichten in Fortsetzungen. Diese mangas in Magazinen und Buchserien erobern seit ca. 20 Jahren auch die westlichen Märkte und sind ein fester Teil der Jugendkultur geworden, werden aber auch zunehmend von Erwachsenen wahrgenommen. Heute lieben die Leser lange manga-Serien, weil sie über Jahre hinweg von ihnen begleitet wurden und mit deren Helden älter geworden sind. Für diese Ausstellung wird mit "manga-do" ein Begriff verwendet, der in Japan nicht vorkommt, also ein Kunstwort. Es spielt an auf die häufige Verwendung des japanischen Wortes "do" für einen Weg der Kunst (im Sinne der Übung zu höchster Fertigkeit) und der damit verbundenen Lebensführung (z.B. bushido = der Weg des Kriegers, chado = der Teeweg).

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