Paula Modersohn-Becker Museum, Foto: freiraumfotografie Bremen
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Museen Böttcherstraße: Paula Modersohn-Becker Museum und Ludwig Roselius Museum

Paula Modersohn-Becker Museum, Foto: freiraumfotografie Bremen
Paula Modersohn-Becker Museum, Foto: freiraumfotografie Bremen
Paula Modersohn-Becker Museum, Foto: freiraumfotografie Bremen
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Böttcherstr. 6-10
28195 Bremen
Tel.: 0421 33 88 222
Homepage

Öffnungszeiten:

Di-So 11.00-18.00 Uhr

Paula Modersohn-Becker: Berlin – Worpswede – Paris

23.03.2014 - 06.07.2014

Berlin –Worpswede – Paris: Das waren die Orte, an denen Paula Modersohn-Becker (1876–1907) die Impulse empfing, die sie zu ihrer eigenen, unverwechselbaren Bildsprache am Beginn der Moderne führten.
In Berlin, das in den 1890er Jahren zur deutschen Kunstmetropole aufstieg, erhielt Paula Becker 1896 bis 1898 in der privaten Zeichen- und Malschule des Vereins der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen zu Berlin eine für Frauen damals seltene professionelle Ausbildung. In diesen vom Postimpressionismus geprägten Jahren – sie sah bereits Arbeiten von Edvard Munch und den neuen französischen Malern – deuten sich erste Ansätze ihres ganz eigenen Stils an.
In der Worpsweder Künstlerkolonie, die sich damals auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs befand, setzte Paula Becker 1898 zunächst ihre Studien bei Fritz Mackensen fort und schuf lebensgroße Zeichnungen nach Modellen aus dem Armenhaus. Schon in ihren zeitgleich entstandenen Skizzenbüchern finden sich erste Kompositionsstudien zu den später entwickelten Figurenbildern von Kindern, Frauen und Alten, die dem lyrischen Naturbild der Worpsweder Maler entgegenstehen.
Wesentliche Anstöße für ihre künstlerische Entwicklung erhielt Paula Modersohn-Becker während ihrer Parisaufenthalte in den Jahren 1900, 1903 und 1905 sowie 1906 bis 1907. Hier, im Zentrum der Kunst um 1900, fand sie den nötigen Freiraum und die Inspiration für ihren eigenen Weg. Sie begeisterte sich für Cézanne und Gauguin, sah Bilder von van Gogh und besuchte die Künstler Vuillard, Denis sowie den Zöllner Rousseau. In Paris verstärkte sie ihre Suche nach der großen Einfachheit von Form und Farbe. Diese zeigt sich meisterhaft in der monumentalen Gestaltung und leuchtenden Farbkraft der 1906 bis 1907 geschaffenen Selbstbildnisse, Akte und Mutter-Kind-Darstellungen.
Anhand ihrer großen Figurenkompositionen, Porträts und Selbstporträts zeigt die Ausstellung Paula Modersohn-Beckers Weg in die Moderne. Die Schau vereint Werke aus dem Bestand des Paula Modersohn-Becker Museums mit bedeutenden Leihgaben anderer Museen und selten ausgestellten Stücken aus Privatsammlungen.

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