Paula Modersohn-Becker Museum, Foto: freiraumfotografie Bremen
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Museen Böttcherstraße: Paula Modersohn-Becker Museum und Ludwig Roselius Museum

Paula Modersohn-Becker Museum, Foto: freiraumfotografie Bremen
Paula Modersohn-Becker Museum, Foto: freiraumfotografie Bremen
Paula Modersohn-Becker Museum, Foto: freiraumfotografie Bremen
Paula Modersohn-Becker Museum, Foto: freiraumfotografie Bremen

Böttcherstr. 6-10
28195 Bremen
Tel.: 0421 33 88 222
Homepage

Öffnungszeiten:

Di-So 11.00-18.00 Uhr

Die Böttcherstraße als Idee

07.07.2013 - 02.02.2014

Die Böttcherstraße zählt heute zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bremens und wird gern als »heimliche Hauptstraße« der Hansestadt bezeichnet. Entgegen des möglichen Eindrucks ist die Straße jedoch kein mittelalterliches Relikt, sondern ein detailliert geplantes Ensemble. Bis auf das Roselius-Haus ließ der Kaffee HAG-Kaufmann Ludwig Roselius alle Gebäude zwischen 1922 und 1931 erbauen.
Die Ausstellung Die Böttcherstraße als Idee führt die Straße als steingewordenes propagandistisches Sinnbild in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg vor Augen. »Die Wiedererrichtung der Böttcherstraße ist ein Versuch, deutsch zu denken«, schrieb Ludwig Roselius 1926 in den Bremer Nachrichten über seine Straße; sie sei ein Zeichen des »Wille[ns], eine neue und größere Zeit für Deutschland zu erwecken.« 1936 verlautete Adolf Hitler, er lehne »diese Art von Böttcherstraßen-Kultur schärfstens ab.« Die Ausstellung Die Böttcherstraße als Idee geht den geistesgeschichtlichen Grundlagen des Gesamtkunstwerks nach, das zum einen als eine besondere Sehenswürdigkeit konzipiert worden war, zum anderen als ein propagandistisches Politikum der »Besinnung«, wie Manfred Hausmann 1927 schrieb; »Deutscher besinne dich auf dich selbst!« Im Mittelpunkt der Schau stehen das Paula-Becker-Modersohn-Haus und das Haus Atlantis, der Lichtbringer von Bernhard Hoetger sowie die Widmungstafel für Paula Modersohn-Becker und ihr Werk.

Die Böttcherstraße als Idee

07.07.2013 - 06.10.2013

Die Böttcherstraße zählt heute zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bremens. Entgegen des möglichen Eindrucks ist die Straße kein mittelalterliches Relikt, sondern ein detailliert geplantes Ensemble. Bis auf das Roselius-Haus ließ der Kaffee HAG-Kaufmann Ludwig Roselius alle Gebäude zwischen 1922 und 1931 erbauen. Neben dem Aspekt der Markenstärkung von Kaffee HAG wollte er mit der Böttcherstraße nach dem als Schmach empfundenen Ausgang des ersten Weltkriegs einen neuen kulturellen Impuls in Deutschland wagen: Eine Verbindung von traditioneller Kunst und Kunsthandwerk mit der schöpferischen Moderne. Bewusst konzipiert als Touristenattraktion, sollte sie auch im Ausland den kulturellen Neubeginn in Deutschland signalisieren.

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