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Kunsthaus Wiesbaden


Schulberg 10
65183 Wiesbaden
Tel.: 0611 450 468 10
Homepage

Öffnungszeiten:

whr. Ausstellungen: Di,Mi,Fr-So 11.00-17.00 Uhr
Do 11.00-19.00 Uhr

Charlotte Posenske & Peter Roehr: dasselbe anders / Immer dasselbe

03.06.2012 - 23.09.2012
Charlotte Posenenske und Peter Roehr gehörten nicht zur Fluxus- bewegung, arbeiteten aber unweit von Wiesbaden zur gleichen Zeit und in ähnlich radikaler Abkehr von herrschenden Kunstströmungen. Die Ausstellung ergänzt die Sicht auf die Entstehungszeit von Fluxus um zwei wichtige, richtungsweisende künstlerische Positionen.
Monotonie ist schön. Die beiden Künstler haben einiges gemeinsam: Peter Roehr hat in der Werkkunstschule studiert, Charlotte Posenenske wurde in Wiesbaden geboren und hat hier lange gelebt. Beide waren eng befreundet, beide sind früh gestorben und beide wurden erst nach ihrem Tode berühmt.
Entscheidend für die große Doppelausstellung ist jedoch eine Gemeinsamkeit ihrer Kunstkonzepte:
Die Wiederholung.
Posenenskes (1930–1985) einfarbige Reliefs und voluminöse Vierkantrohre aus Stahlblech oder Wellpappe werden quasiindustriell in Serien hergestellt und oft – nicht immer – reihenweise präsentiert.
Roehr (1944 –1968) ordnete reihenweise identische Objekte zu Tableaus an: Knöpfe, Radkappen, Etiketten, Geldstücke, Buchstaben, Fotos, Texte, aber auch Werbespots. Ausgestellt werden seine Text-, Ton- und Filmmontagen – selten gezeigte Werke von großer Radikalität.
Wiederholung, diese Gemeinsamkeit natürlicher, industrieller und gesellschaftlicher Abläufe, welche die beiden Künstler – wider den Alltagsverstand – als fundamental betrachteten, ist der Kern ihres künstlerischen Konzepts. Die beiden Künstler brachten es 1968 auf einer Autofahrt durch die niederländischen Polder auf den Punkt:
„Monotonie ist schön“.

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