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Galerie Stihl Waiblingen


Weingärtner Vorstadt 12
71332 Waiblingen
Tel.: 07151 5001 670
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Öffnungszeiten:

Di-So 11.00-18.00 Uhr
Do 20.00 Uhr

Stein-Druck-Kunst: Von den Anfängen der Lithografie über Baumeister und Sonderborg bis heute

25.03.2011 - 19.06.2011
In Kooperation mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart zeigt die Galerie Stihl Waiblingen eine Ausstellung zur Geschichte der Lithografie von ihren Anfängen in der Zeit um 1800 bis heute. Das Projekt bildet Teil der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Jubiläum der Kunstakademie Stuttgart. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der künstlerischen Lithografie des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Region Stuttgart bietet sich für eine Ausstellung zur Lithografie an: Hier wurde zum einen 1810 – wenige Jahre nach der Erfindung der revolutionären Drucktechnik – das erste Lehrbuch zum Steindruck überhaupt veröffentlicht. Zum anderen halten bis heute Künstlerinnen und Künstler die Technik in der Lithografie-Werkstatt der Kunstakademie aktuell und machen sie für ihre künstlerischen Anliegen fruchtbar. Als Druckverfahren, das erstmals die Vervielfältigung von Abbildungen in hoher Auflage ermöglichte, trug die Lithografie im 19. Jahrhundert wesentlich zur zunehmenden Verbreitung von Bildern im Alltag der Menschen und zur massenhaften Nutzung farbiger Abbildungen in Büchern oder auf Plakaten bei. Zahlreiche Exponate lassen in der Ausstellung die Geschichte des Steindrucks als wichtiges Reproduktionsverfahren sowie die faszinierende Technik der Lithografie anschaulich werden. Im Zentrum der Ausstellung stehen jedoch Künstlerlithografien von ca. 1900 bis heute von mit der Stuttgarter Akademie verbundenen Künstlerinnen und Künstlern: Nach den Pionieren der Lithografie, wie Leopold von Kalckreuth oder Carlos Grethe, ist eine wichtige Sektion der Ausstellung den Künstlern der Klassischen Moderne gewidmet. Von diesen werden lithografische Einzelblätter, aber auch Mappenwerke wie die Üecht-Mappe von 1919 mit Arbeiten von Oskar Schlemmer und Willi Baumeister präsentiert. Es schließen sich Lithografien der Nachkriegszeit (u. a. Max Ackermann) sowie Werke der 1960er und 70er Jahre an (K. R. H. Sonderborg, Alfred Hrdlicka, Rudolf Schoofs, Hans Gottfried von Stockhausen u. a.), mit denen verschiedenste abstrakte sowie gegenständliche künstlerische Positionen vorgestellt werden. Arbeiten von aktuell tätigen Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Generationen bilden den Abschluss der Ausstellung (Matthias Beckmann, Rainer Ganahl, Cordula Güdemann u. a.). Die präsentierten Werke lassen nachvollziehen, wie Künstler seit über 100 Jahren mit der Technik der Lithografie ringen und deren vielfältige technische Möglichkeiten für die Bildende Kunst ausloten.

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