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KULTURpur - Wissen, wo was läuft!

Freies Museum Berlin - Schaustelle für zeitgenössische Kunst


Potsdamer Str. 91
10785 Berlin
Tel.: 030 34 72 18 14
Homepage

Öffnungszeiten:

Mo-Sa 12.00-19.00 Uhr
So 15.00-18.00 Uhr
Do 12.00-22.00 Uhr

Freies Feld - Mart-Stam-Förderpreis 2010 Kunsthochschule Berlin-Weißensee

04.06.2011 - 15.06.2011
Die im Herbst 2010 ausgewählten fünf Mart-Stam-Förderpreisträger präsentieren nun ihre Werke im Freien Museum Berlin. Der von der Mart Stam Gesellschaft seit 1997 jährlich für die Absolventen der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ausgelobte Preis besteht aus der Finanzierung einer Ausstellung und eines Katalogs. In diesem Jahr unterstützte die Firma Siemens den Nachwuchspreis. Obwohl alle Arbeiten aus ganz verschiedenen Bereichen kommen, haben sie doch eine Gemeinsamkeit: Sie überschreiten bewusst soziale, mentale und formale Grenzen. Die Bildhauerin SKUGGA GUDLAUGSDOTTIR zum Beispiel in ihrer Auseinandersetzung mit Form und Bewegung. Ein Holzkubus fällt auf eine dicke Fettschicht, mehr scheint nicht zu passieren. Doch die Energie des Falles setzt sich ganz langsam fort - das Fett verändert allmählich sein Form. Aktion geht in Beobachtung über. Im s/w-Animationsfilm "Lumo", der unter anderem die Interaktion zwischen Zeichner und Gezeichnetem auf's Korn nimmt, überzeugte die Designerin ANTJE HEYN die Jury. Mit feinem Humor und Witz erzählt sie mit dem Stift kleine Episoden. Wer hier agiert bleibt absichtlich unklar. Die Zeichnerin oder die Gezeichneten? KEVIN KEMTER, Street Artist, reklamiert den Gesellschaftsraum für sich und provoziert mit an Pornographie grenzenden Darstellungen digitaler Prints auf Holzplatten. Ganz anders greift KATHARINA LÜDICKE in den Stadtraum ein: Ihre Behausungen, in Lücken und Brachen erstellt, sind eine Reaktion auf soziale und ökologische Missstände und nach dem Prinzip der Wiederverwertung und Selbstversorgung gebaut. Auch die Designerin LENA PANZLAU hat sich eines Ökologie-Themas angenommen: Was wäre wenn jeder nur noch eine Tonne CO2 pro Jahr emmitieren dürfte, wie es sich Klimaschützer wünschen? Wie sähe so eine Welt aus? Ihrem Buch "1 Tonne CO2 - eine Utopie" liegen Gespräche mit 50 anderen UtopistInnen zugrunde.

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