I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin
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Botanisches Museum und Botanischer Garten Berlin

I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin
I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin
I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin
I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin

Königin-Luise-Str. 6-8
14195 Berlin
Tel.: 030 838 50 100
Homepage

Öffnungszeiten:

Museum tgl: 10.00-18.00 Uhr
Garten tägl.:
Nov-Ja 9.00-16.00 Uhr
Feb 9.00-17.00 Uhr
März+Okt 9.00-18.00 Uhr
Apr+Aug 9.00-20.00 Uhr
Mai-Juli 9.00-21.00 Uhr
Sep 9.00-19.00 Uhr

Naturschön. Malerei von Ute Wöllmann.

28.11.2013 - 23.02.2014

„Botanische Elemente“ sind das Markenzeichen in der Malerei von Ute Wöllmann. Die Natur bietet ihr einen unermesslichen Motivschatz und Formenkanon. Die vegetativen Formen der Natur bieten Ute Wöllmann einen unermesslichen Motivschatz. Die Künstlerin arbeitet auf unterschiedlichen Papiermaterialien in „alla prima“ Technik mit Ölfarben und Aquarell. Ihr künstlerisches Interesse findet in Ingeborg Bachmanns Gedichten eine Entsprechung: Bachmanns Bildballung im Ausdruck sowie das eigentümliche Nebeneinander und Übereinander von Gegenständlichkeit und Abstraktion finden sich in Wöllmanns Werken wieder. Die sehr bildhafte, der Naturbeobachtung entlehnte Sprache Bachmanns inspiriert Wöllmann zu Werken wie „Ich hänge als Schnee von den Zweigen“ oder „Innen ist dein Fleisch melonenlicht“. Alle Exponate können erworben werden.
Ausgangspunkt von Wöllmanns Malerei ist die klassische Ölfarbe, die ihr die maximale Bandbreite von dünnen Lasurschichten zu pastosen Oberflächen bietet. Unterwegs oder bei eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten nutzt sie die Aquarelltechnik. Vielfach arbeitet Ute Wöllmann „alla prima“, das heißt sie trägt neue Farben und Schichten auf noch feuchte auf, so dass sich die Farben vermischen. Wöllmann kombiniert feine und aufwändige Zeichnungen mit der pastosen Ölfarbe. Sie überträgt die Techniken der dünnflüssigen Aquarellmalerei in das Ölbild, indem sie dünnflüssige Ölfarbe auf dicke Ölfarbe gießt. Die Malerin experimentiert mit unterschiedlichen Papieren, die sie von ihren Reisen mitgebracht hat. Dicke, handgeschöpfte Papiere aus Nepal, Blütenpapier aus Madagaskar oder feine Chinapapiere nehmen als Materialträger direkten Einfluss auf ihre Arbeit. 
Die 1962 in Ravensburg geborene Ute Wöllmann studierte Malerei an der Freien Kunstschule Stuttgart und bei Georg Baselitz an der Hochschule der Künste Berlin. Die Berliner Hochschule ernannte die Gewinnerin des Wettbewerbs ‚Von der Imagination zum Objekt‘ zur Meisterschülerin. Als freischaffende Künstlerin erhielt sie Stipendien der Volkswagen AG, des Kunstfördervereins Donnersbergkreis und der Aldegrever-Gesellschaft. Mit der Künstlerinnengruppe GANGart realisierte Ute Wöllmann zwischen 1990 und 2000 mehrere Projekte und Ausstellungen. Die Malerin lehrte von 1992 bis 2004 Malerei und Zeichnung an der Freien Kunstschule Berlin bzw. der Freien Akademie für Kunst- und Projektstudium Berlin. Seit 2005 leitet sie die von ihr gegründete Akademie für Malerei Berlin. Außerdem ist sie Gründungsmitglied der 2010 gegründeten Produzentengalerie Root am Savignyplatz (Berlin).

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