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Alte Fabrik Rapperswil-Jona


Klaus-Gebert-Strasse 5
8640 Rapperswil
Tel.: 055 210 51 54
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Imagination of Nature - Der Traum von gebändigter Wildnis

02.05.2015 - 28.06.2015

Die zweite Ausstellung im Jahr 2015 widmet die Gebert Stiftung für Kultur dem Thema Garten und Gartenarchitektur im weiteren Sinne. Rund um die Alte Fabrik befindet sich weder ein Park noch ein Garten. Auch ist eine Begrünung rund um das Haus sozusagen unmöglich. Jedoch kann man sagen, dass Rapperswil-Jona selber ein Ort des kultivierten Grüns zur Naherholung darstellt. Da gibt es den Kapuziner Klostergarten, den historischen Rosengarten, den Meienberg, und die beiden renommierten Garten-Architekten Enea und Guido Hager arbeiten in unmittelbarer Nähe. In der Alten Fabrik selber haben Gartenarchitekten vor einem Jahr ein Atelier bezogen. Die städtische Webseite wirbt mit der einzigen Rosenstadt am Zürichsee und das Wappen selber ziert zwei Rosen.
Die Ausstellung der Gebert Stiftung für Kultur handelt nicht von Rosengärten und stellt keineswegs einen kulturhistorischen Abriss zur Gartenkultur im Allgemeinen oder zur Gartengeschichte in Rapperswil dar. Vielmehr steht die Faszination für Begrünung, für das Anlegen von Gärten und den Gebrauch von Pflanzen in der zeitgenössischen Kunst im Zentrum dieser Gruppenausstellung. Die Natur fasziniert die Menschheit seit je her als ästhetisch-symbolischer Gegenstand, sei es in Form von Landschaft oder Wildnis. Nicht weit ist da der Gedanke nach eigenhändiger Kultivierung. Themen wie Utopie einer harmonischen Mensch-Natur-Einheit oder der Traum von gebändigter Natur spielen in der Ausstellung ebenso eine Rolle wie Aspekte einer sich immerzu wandelnden, ja geradezu lebenden Skulptur aus Blumen, Gemüsen und weiterem Grün.
Die Ausstellung birgt auch die wunderbare Gelegenheit, eine spezifische Arbeit des wegweisenden Zürcher Gartenarchitekten ERNST CRAMER zeigen zu können. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR), die übrigens das gesamte Archiv von Ernst Cramer aufgearbeitet hat und heute betreut (Archiv für Schweizer Landschaftsarchitektur), zeigen wir sein für die G59 entwickelte Gartengestaltung des Zürihorn im Zürcher Seefeld. Die Arbeit „Garten des Poeten“ (1959) gilt heute, und galt auch schon damals, als visionäres Stück Gartenarchitek-turgeschichte. Niemand vor ihm hatte solch radikale Ideen, damit beeinflusste er z.B. die amerikanischen Land Art Künstler.

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